Thymektomie

Eine Reihe gewichtiger Argumente spricht dafür, dass der Thymus eine Schlüsselrolle in der Pathogenese der Myasthenia gravis spielt.

Die Thymektomie hat deshalb einen festen Platz im therapeutischen Regime der Myasthenie gefunden, wenngleich bis heute weder die spezifischen Wirkmechanismen der Thymektomie bekannt sind noch eine prospektive, kontollierte Studie zum Vergleich zwischen operativer und medikamentöser Therapie bei Myasthenia gravis vorliegt. Zahlreiche Studien dokumentieren jedoch einen günstigen Effekt der Thymektomie auf den Krankheitsverlauf. Zusammengefasst kommt es bei mindestens einem Drittel der Patienten postoperativ zu einer deutlichen Besserung. In einer Untersuchung des postoperativen Verlaufs bei 646 Patienten nach Thymektomie, kam es nach anfänglich mäßigem Erfolg immerhin bei 36% der Befragten 8 Jahre nach der Operation zu einer kompletten Remission der myasthenen Störungen. Weitere 45,3% geben deutliche Beserungen an, sodass mehr als 80% aller in dieser Studie befragten Patienten von der Behandlung profitierten. Andererseits zeigten 18,7% keine oder eine eher nachteilige Beeinflussung des Krankheitsverlaufes nach der Operation. Die Thymektomie sollte deshalb nicht als isolierte Maßnahme, losgelöst vom Gesamttherapieplan der Myasthenie ohne Einbeziehung konservativer Therapieeinsätze, wie dem Einsatz von Cholinesterase – Hemmstoffen und Immunsuppressiva, gesehen werden.

Chirurgisches Vorgehen:

  • Thorakoskopische Thymektomie
  • Transsternale Thymektomie